• 11.12.2018 19:08 - Manager kommt, Manager ging: Das ewige Chaos in der Führungsetage beim SVWW
von 20Rehm-Fan19 in Kategorie Allgemein.

Es ist bisweilen kaum zu verstehen, wie es dazu kommen konnte. Seit dem Jahr 2007 verschliss der heutige Fussball-Drittligist vier Manager. Darunter zu gegen waren unter anderem Markus Irmscher, Wolfgang Gräf, Georg Kleinekathöfer und Thomas Pröckl, der bis heute noch das Sagen hat. Den wohl positivsten Nachgeschmack hinterlassen hat wohl Markus Irmscher, der zu Beginn der ersten Zweitliga-Zeit das Sagen beim SV Wehen Wiesbaden hatte.



Die Vier Charaktere in der Führungsetage im Überblick:

:: Markus Irmscher

Der Fussballmanager, der dafür verantwortlich war, dass das Wehener Fussballmodell Realität werden könne, durfte sich selbst auf die Schulter klopfen. Durch sein gutes Kalkulationsgeschick und sein Handlungsvermögen konnte Irmscher das Projekt SVWW in die Tat umsetzen. Er war praktisch mit Uwe Stöver einer der leitenden Projektarbeiter, die dafür gesorgt haben, dass die Brita-Arena in die Realität umgesetzt werden konnte. Markus Irmscher zeigte sich in der faz stolz: „Der Verein ist praktisch schuldenfrei“ , sprach er über die aktuelle und damalige Situation im Verein aus. Markus Irmscher, Mit der Ausgliederung, die nach Klubangaben die Gemeinnützigkeit des Vereins bewahrt und die wirtschaftlichen Risiken sollten dadurch erheblich gesenkt werden.

Manager Irmscher und Sportmanager Stöver hielten die Idee deshalb für gut, weil sie damit sicher waren, so leichter Sponsoren für das Projekt SV Wehen Wiesbaden zu finden. Doch sei das Thema Sponsoren wie ein Fall bei Akte XY ungelöst, denn bis heute sucht der Verein praktisch noch nach einem eigenständigen Hauptsponsor, der nur „vorübergehend“ durch das Unternehmen Brita gefüllt wurde (2018). Eigentlich kann man die Irmscher-Zeit als erfolgreichste der bisherigen Wehener Geschäftsführer ad Acta legen, denn die anderen Geschäftsführer blieben ihres Beweises, mit dem Erfolgskonzept SVWW leider ohne konkrete und nenneswerte Ergebnisse.

:: Wolfgang Gräf

Zweiter Geschäftsführer der Ära Wiesbaden beim SV Wehen Wiesbaden war Wolfgang Gräf, einst von Greuther Fürth gekommen, sein Hauptaugenmerk durfte sicherlich auf dem Gerichtstermin mit dem damaligen Hauptsponsor Victors gelegen haben, aus dieser Sache Gesund heraus zu kommen. Wolfgang Gräf, der Nachfolger von Markus Irmscher, der wie das halt so ist, im Laufe der Zeit abgesegnet wurde, Der Prokurist, konnte jedoch die Talfahrt des SV Wehen Wiesbaden auch nicht wesentlich an den entscheidenden Ursachen bearbeiten, was sich durch den Abstieg in die Drittklassigkeit auszeichnete.

:: Georg Kleinekathöfer

Interimsgeschäftsführer beim SV Wehen Wiesbaden war nach dem Amtsabtritt von Wolfgang Gräf Georg Kleinekathöfer, dessen Zeit auch nicht rühmlich verlief beim Drittligisten. Mannschaftsboykott, Stimmungstiefs, und die sportliche Talfahrt blieb bestehen. Des Weiteren zu berücksichtigen, waren die stetigen Sticheleien und Spaltungen seitens des Geschäftsführers gegenüber den Fans, und das Einsetzen der „brutalen“ Ordner, blieben mir aus der Zeit Kleinekathöfers noch in bester Erinnerung.

:: Dr. Thomas Pröckl

Der meist gelebte Plan im Verein, durfte jeden falls letztlich der Von Dr. Thomas Pröckl sein: Im vergangenen Jahr verpasste der Verein um ein Haar den Relegationsplatz und so kam man dem Ziel Aufstieg in die Zweite Liga schon verhältnismäßig nah. Doch aktuell sieht es auch wieder so aus, als habe der Verein sein Limit schon erkannt und dafür gesorgt, dass das Ziel sich wieder mal nicht realisieren lassen wird, da es nach wie einem Rückfall in Alte Zeiten klang, oder man sich auf der Erfolgreichen Vergangenen Saison mal wieder ausruht. De Facto, der Absturz des SVWW begann nicht von ungemach, sondern war andeutbar. Durch die Beorderung von Christian Hock zum abermaligen Trainer verlief man sich mehr und mehr im Sand, was dazu führte, dass Hock auch nicht lange Coach blieb, sondern sein Amt weiter reichte. Man reicht das Traineramt quasi weiter wie ein Kelch, aus dem Jeder mal einen Schluck trinken darf, aber ja nicht zu viel.



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Kommentar von Dustin - 11.12.2018 22:31

Sehr gut eingeordnet, auch wenn der ein oder andere sicher seine eigene Sicht entwickelt hat.
Ich kann dir aber mit meiner Wahrnehmung in allem Wesentlichen zustimmen!

Man kann sagen , von einer eigenkreativen Denke "entwickelten" sich die Geschäftsführer von der einen Besetzung zur nächsten zu immer konformeren "Erfüllungsgehilfen" des Präsidenten!
Frei nach Hildegard Knef: "Von nun an ging's bergab!"

Entsprechend entstand ein Vakuum, in dem niemand mehr notwendige Antworten auf Sportliche und konzeptionelle Aufgaben geben konnte, schon per Jobdefinition.
Nehme ich zuletzt PRÖCKL, so wird wohl kaum jemandem der Namen überhaupt bekannt sein, noch weniger welche positiven Entwicklungen auf IHN zurückzuführen sind?!
Ich erkenne keine - es werden auch keine nachvollziehbaren pos. Entwicklungen kommuniziert - außer , dass der Verein stabil ist. Damit allein steigt man aber noch nicht auf!

Spüren tun es die Fans aber schon, dass es pröcklt!
Mit Ernennung zum GF trafen sofort reine Einsparungsvorgaben insbesondere die Fans!
Der EINGANG 3 als den Fan wertschätzender Dauerkarten-Eingang wurde geschlossen , sowohl für den Eingang als auch Ausgang vor Spielschluss.
Der DK-Eingang wurde jetzt dahin verlegt - EINGANG 2 - , wo seit "Umsiedlung" der Fans von der WEST auf die OST kaum noch einer sitzt!
An dem DK-Eingang waren zuletzt trotz weniger Zuschauer lange Schlangen - länger als bei den Tageskarten-Gästen.

Es bleibt einem also bei nassem Wetter der Gang durch die gelbe Schlammbrühe nicht erspart!

Der Stadionsprecher wurde geschasst, da er eine 50%- Reduzierung seiner Vergütung nicht akzeptierte.
Die Auswirkungen der "leistungsbezogenen Verträge" haben ein Übriges bewirkt: Abgänge (Lorenz) und reihenweise Absagen der angefragten Spieler, die man sich "Ersatz" der nicht verlängerten 12 Verträge eigentlich ziemlich sicher war!
FAKT, die Mannschaft wurde geschwächt! Wo man sie doch punktuell VERSTÄRKEN wollte!

Die 2 GF - Flops von GRÄF und KLEINEKATHÖFER waren anders als heute PRÖCKL deutlich in Person als die Protagonisten desolater Konzepte erkennbar!
Der dagegen durchaus sympathische Pröckl findet erkennbar kaum statt. Auf den großen Wurf, z.B. beim Sponsoring, den sich einige sicher erhofft hatten, warten wir immer noch!

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